Gemeinsam für Menschen mit Behinderungen

Staatssekretärin Hardwig-Tiedt und Herr Haase vom MASGF Neues Fenster: Bild - aktuell_verbändetag 2017 - vergrößern © LASV

Das jährliche Treffen des LASV mit den Vertretern der Verbände von Menschen mit Behinderung und der Sozialverbände fand am 3. November statt.

Tagungsort des diesjährigen Verbändetages war der barrierefreie Landtag Brandenburg in Potsdam.

Almuth Hartwig-Tiedt, Staatssekretärin im MASGF, eröffnete die Vortragsreihe und informierte zum Bundesteilhabegesetz. Sie erläuterte umfassend den erreichten Arbeitsstand des Landes in der Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben. Im Rahmen der konstruktiven Diskussion erklärten die Fachverbände, sich an dem Umsetzungsprozess und der erforderlichen Evaluation der Wirksamkeit der Maßnahmen im Interesse der Menschen mit Behinderung aktiv beteiligen zu wollen.

Blick in die Beratung © LASV

Anschließend informierte André Schpeniuk, MDK Berlin-Brandenburg e. V., Fachservice Pflege, Berlin, zur Begutachtung von Pflegebedürftigen nach dem SGB XI. Neuer Maßstab für die Pflegebedürftigkeit ist der Grad der Selbständigkeit und nicht mehr der Zeitaufwand des Hilfebedarfs.

Constanze Kovalev, LASV, sprach über die Förderung von Integrationsprojekten im Land Brandenburg.

Sie erläuterte u. a. die gesetzlichen Bestimmungen, die Intension des Gesetzgebers, den Zweck der Integrationsprojekte bezogen auf den schwerbehinderten Menschen und die Zielgruppe.

Aktuell gibt es 28 Integrationsprojekte im Land Brandenburg mit insgesamt 290 Beschäftigten schwerbehinderten und gleichgestellten Menschen, die besonders betroffen sind.

Zur Schuldner- und Insolvenzberatung für Menschen mit Behinderungen klärte Donald Ilte, Abteilungsdirektor im LASV, auf. Es gibt in Brandenburg 54 anerkannte Verbraucherinsolvenzberatungsstellen, die vom LASV anerkannt und finanziert werden. Im fachlich engen Zusammenhang dazu stehen die sozialen Schuldnerberatungsstellen, die von den Landkreisen und kreisfreien Städten bezuschusst werden. Menschen mit Behinderungen sind überdurchschnittlich vom Risiko der privaten Überschuldung bedroht. Das liegt auch an dem eingeschränkten Zugang zu Erwerbsarbeit. Wichtig ist deshalb die Verschränkung aller bestehenden Beratungsangebote. Die Beratung soll barrierefrei angeboten und Beratende sollen über die Kompetenz zum Umgang mit behinderungsspezifischen Risiken verfügen.

Informationen aus dem LASV gab es von Andreas Diettrich, ebenfalls Abteilungsdirektor im LASV. Er berichtete u. a. zur Einführung der elektronischen Aktenbearbeitung im Schwerbehindertenrecht, zur Online-Antragstellung und zum Ausbau der Zusammenarbeit mit Dritten im Rahmen der Einleitung des Feststellungsverfahrens nach dem Schwerbehindertenrecht zur Unterstützung von Menschen mit Behinderung.

Das positive Feedback der Teilnehmer bedeutet für uns: Was bewährt ist, soll fortgesetzt werden – und so wird es auch im kommenden Jahr wieder den Verbändetag geben.

Vorträge

Sammlung der Vorträge