Karte statt Papier

Neuer Schwerbehindertenausweis ist als Karte sofort erhältlich

Minister Baaske übergibt neuen Schwerbehindertenausweis Neues Fenster: Bild - Minister_Baaske - vergrößern © LASV

Nun ist er da, der bundesweit neu eingeführte Schwerbehindertenausweis. Brandenburg ist eines der ersten Länder, das ihn ausgibt. Er dient unter anderem dazu, um als Nachteilsausgleich Vergünstigungen in Anspruch nehmen zu können, wie zum Beispiel für den öffentlichen Nahverkehr oder für verbilligte Eintrittspreise. Die handliche Plastikkarte hat dasselbe kleine Format wie der neue Personalausweis. Sie ist mit 8,6 mal 5,4 Zentimetern fast zwei Drittel kleiner als die bisherige Karte (13,5 mal 9,5 cm). Erstmals enthält der neue Ausweis auch einen Hinweis auf die Schwerbehinderung in Englisch. Für blinde Menschen ist auf dem neuen Ausweis die Buchstabenfolge „sch-b-a“ in Brailleschrift aufgebracht, damit sie den Schwerbehindertenausweis besser von anderen Karten unterscheiden können.

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Sozialminister Günter Baaske nahm am 3. Januar an der Ausgabe der ersten Exemplare im Potsdamer Bürgerbüro des Landesamtes für Soziales und Versorgung (LASV) teil.

Baaske betonte, dass es keinen Umtauschzwang gibt: „Alte Ausweise können bis zum Ablauf der eingetragenen Gültigkeitsdauer weiter verwendet werden“.

Auch das Beiblatt mit Wertmarke, das zur unentgeltlichen Beförderung im öffentlichen Nahverkehr berechtigt, wird in dem neuen Format ausgegeben. Es wird aber nicht als Plastikkarte ausgestellt, sondern auf Papier, weil es nur eine Gültigkeit von bis zu einem Jahr hat. Alte Beiblätter bleiben gültig.

In Brandenburg leben rund 435.000 Menschen mit Behinderungen, davon sind rund 310.000 schwerbehindert, womit sie ein Anrecht auf den Ausweis haben. Derzeit besitzen etwa 245.000 von ihnen diesen Ausweis.

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